Trainingsmethoden

Ich, als mobiler Hundetrainer, arbeite ausschließlich positiv. Der Hund erhält keine körperlichen Strafen, Schreckreize oder ähnliche Behandlungen.

Desensibilisierung

Man setzt den Hund dem Auslöser aus, der anfangs so schwach ist, dass es zu keiner Angstreaktion kommt. Allmählich steigert man die Intensität des Auslösers bis zu dem Punkt, an dem der Hund früher Angst bekam. Wenn man unter der Angstreaktionsschwelle bleibt, kann sich der Hund allmählich an den Auslöser gewöhnen, sich in dessen Gegenwart wohl fühlen und hat keine Angst mehr vor ihm.

In kleinen Schritten sanft ans Ziel.

Gegenkonditionierung

Dabei soll eine unangenehme Reaktion auf einen Auslöser in eine angenehme Reaktion verwandelt werden. Sobald sich die zugrunde liegende emotionale Reaktion des Hundes verändert, wird er auch anders auf den Auslöser reagieren. Dies wird erreicht, indem man den Auslöser mit etwas verbindet, das der Hund als wunderbar empfindet. Wenn der Hund z.B. Angst vor anderen Hunden hat, kann man jedes Mal, wenn er einen Artgenossen sieht, besonders schmackhafte Leckerlis geben. Der Hund würde die Gegenwart von Artgenossen allmählich mit etwas Wunderbarem verbinden und seine Reaktion verändert sich in etwas Positives.

Klassische Konditionierung

Dabei werden wie bei der Gegenkonditionierung mehrere Dinge miteinander assoziiert. Doch bei der klassischen Konditionierung muss es nicht unbedingt so sein, dass der Hund eines der Dinge mit etwas Negativem assoziiert. Die meisten Hunde verbinden das Geklimper der Leine damit, dass es jetzt auf einen Spaziergang geht und sind somit in freudiger Erwartung. Auch das Clickertraining basiert auf der klassische Konditionierung, da es für jedes Click ein Leckerli gibt.

 

Die klassische Konditionierung kann auch gut für erlernte Entspannung für ängstliche Hunde angewandt werden.

Operante Konditionierung

Diese Technik baut auf Konsequenzen auf – eine Sache verursacht eine andere. Es wird erwartet, dass der Hund etwas für ein Leckerli macht. Ein Hund zeigt ein Verhalten und wird dafür belohnt, dann zeigt er das Verhalten wahrscheinlich öfter.

Flooding

Diese Methode ist eine extreme Form der Desensibilisierung. Der Hund wird dem starken Angstauslöser ausgesetzt und „muss damit fertig werden“. Dabei kommt es aber lediglich zur körperlichen Erschöpfung, was unwissende Personen schnell als Entspannung fehlinterpretieren können. Die Theorie besagt, dass der Hund, wenn er nicht mehr ängstlich reagiert, einsieht, dass die Gegenwart des Auslösers im Grunde gar nicht furcheinflößend ist. 

Damit wird im tierschutzgerechten Training nicht gearbeitet!

Nachahmung

Dies ist eine ganz natürliche Sache. Tiere lernen durch Beobachtung und Nachahmung von älteren und erfahrenen Tieren. Diese Art zu Lernen ist auch ein Zeichen von Intelligenz.

Freies Formen

Der Hund soll ohne Hilfe selbst herausfinden, welche Handlungen ihm dem Ziel näherbringen. Verstärkt wird jedes winzigstes Verhaltensdetail, das dem Endziel mehr entspricht. Es wird eine gute Beobachtungsgabe vorausgesetzt und häufiges sowie schnelles Belohnen.